Herstellerspezifische Reifenkennzeichnung: Reifenfabrikatsbindung durch die Hintertür
Seit dem Jahr 2000 ist in Europa und insbesondere in Deutschland die Reifenfabrikatsbindung aufgehoben. Immer mehr Reifenhersteller sind in den vergangenen Jahren aber dazu übergegangen, Reifenmodelle, die in der Erstausrüstung verbaut werden, für das Ersatzmarktgeschäft mit herstellerspezifischen Kennzeichnungen zu versehen; z. B. MO bei Mercedes oder Sternmarkierung bei BMW. Von den Fahrzeugherstellern werden diese dann, da von ihnen für bestimmte Kfz-Modelle getestet und freigegeben, den Fahrzeugeignern für den Fall eines Reifenwechsels empfohlen. An sich ist das ja durchaus legitim, weil diese Reifen in der Regel optimal auf das Fahrzeug abgestimmt sind. Wenn aber, wie zunehmend zu beobachten, bei den Verbrauchern der Eindruck entsteht, ihr Fahrzeug dürfe nur mit diesen gekennzeichneten Reifen ausgerüstet werden, droht damit klar die Wiedereinführung der Reifenfabrikatsbindung durch die Hintertür.