Zuletzt aktualisiert: 03.2023
- Neben dem Reifenvolumen und dem Material der Karkass-/Radiallage stellt der Reifenfülldruck einen entscheidenden Faktor für die Tragfähigkeit und die Funktionsfähigkeit eines (Radial-) Luftreifens dar.
- Korrekte Luftdrücke sind von größter Bedeutung für den Gebrauch und die Fahrsicherheit. Die meisten Reifenschäden sind auf einen falschen Reifendruck zurückzuführen oder werden durch diesen noch verschlimmert.
- Ein zu hoher Luftdruck führt dazu, dass der Reifen anfälliger für Anprallschäden ist und es im Extremfall zu Felgenverformungen oder sogar zu einem Reifenplatzer kommen kann. Er kann auch zu unregelmäßigem Verschleiß führen.
- Unterdruck verursacht Überhitzung und kann die Lebensdauer eines Reifens erheblich verkürzen. Er reduziert die Straßenhaftung, erhöht den Kraftstoffverbrauch und kann zu unregelmäßigem Verschleiß, Wulstablösung, inneren Schäden und letztlich sogar zum Reifenausfall führen.
- Die Auswirkungen von Über- oder Unterdruck ergeben sich nicht unbedingt unmittelbar. Es kann eine längere Zeit dauern, bis sie auftreten.
- Im Allgemeinen müssen die Reifen entsprechend der Belastung, die sie tragen, aufgepumpt werden.
- Der Kaltfülldruck muss immer regelmäßig den Empfehlungen des Fahrzeugherstellers oder des Reifenherstellers für dieses Fahrzeug, die Reifenart und den vorgesehenen Einsatz entsprechen.
- Es wird aus Leistungs- und Sicherheitsgründen nicht empfohlen, mit anderen Fülldrücken als den von den Reifen- und/oder Fahrzeugherstellern angegebenen zu arbeiten. Um den entsprechenden Druck für den üblichen Anwendungsbereich einstellen zu können, veröffentlichen die Reifenhersteller Last-/ Luftdrucktabellen. Bezüglich der Ermittlung des Mindestfülldruckes siehe Kapitel „Reifenfülldruck – Mindestfülldruck berechnen“